Allmende Leech

Allmende/Stadtgärtnern im Univiertel

Eine studentische Initiative für die Öffnung und kreative Nutzung des Grünraumes im Univiertel und ein entspanntes und dialogisches Miteinander von lokaler Neighbourhood, Studierenden und Interventionen zeitgenössicher Kunst.

2 Gartengrundstücke vor und hinter der Leechkirche, Zinzendorfgasse 3 stehen täglich von 10:00 - 17:00 Uhr zum Säen, Pflanzen, Ernten, Entspannen und miteinander ins Gespräch kommen offen.

Kontakt und Information: allmende-leech@khg-graz.at 

Die Idee für diesen  Gemeinschaftsgarten ist aus einer studentischen Initiative im Rahmen eines Treffens im Studentenheim der Katholischen Hochschulgemeinschaft im Herbst 2011 entstanden. Der Grundgedanke war, schlicht und einfach, Gemüse anzubauen!

Letztendlich wurden uns weitere Aspekte wichtig:  einen Gemeinschaftsgarten zu schaffen, wo alle willkommen sind, die Öffnung eines Grundstückes, das lange brachgelegen war, und  eine  kreative Nutzung des Grünraumes im Univiertel. Aus diesem Grund nennen wir den Garten „Allmende“, also „die Gemeindeweide“.

In unserer mittlerweilen sehr bunten Gruppe sind natürlich viele Studierende, aber auch Familien, unser Hochschulseelsorger, Alleinstehende… alle Menschen, die irgendwie Lust auf Gartenarbeit haben! Der Garten ist ja tagsüber offen und es kann jeder und jede hinein und arbeiten oder ernten!

Es gibt eine Kräuterspirale, ein Biotop und zwei Bienenstöcke von denen wir bereits mehrmals Honig geerntet haben. Ansonsten gibt es einige Beeren, einen Apfelbaum, ein paar Mini-Hochbeete und viele Beete mit den unterschiedlichsten Gemüsesorten.

Anbei ist noch das Regelwerk, welches auch am Eingang des Gartens hängt.  Bitte beachte diese Regeln und unser Pflanzplan bei deiner Arbeit in der Allmende.

Also, wenn du Lust bekommen hast, schau einfach vorbei!

Wenn du uns eine E-Mail schickst (allmende_leech@freelists.org) können wir dich außerdem über unsere regelmäßig stattfindende Treffen informieren.

 

An initiative from students to open up the greenspace around the Leechkirche and create a community of students and local residents.

2 plots of land in front of and behind the church at Zinsendorfgasse 3, which are open between 10:00 and 17:00 and can be used to sow seeds, plant plants, for relaxing and meeting friends.

Kontakt und Information: allmende-leech@khg-graz.at

The idea for this community garden was born during a meeting in the Autumn of 2011 at the student residence of the catholic university. The goal of this initiative was simply to grow vegetables.

Later other aspects became important too. To create a community garden where everyone is welcome, to open up a plot that had lain derelict for a long time and a creative use of the green space in the university neighbourhood. Therefore we call the garden “allmende” meaning community pasture.

The group of people that uses this garden has become very diverse, there are many students of course but also many families, the university chaplain, singles and many other people who simply like working in the garden. The garden is open during the day and anybody can come in to work or harvest some vegetables.

There are a herb spiral, a pond and two beehives which have provided us with honey a few times already. There are also some wild strawberry bushes, an apple tree, a few small raised beds and many beds with various kinds of vegetables.

You can find the rules for our garden here , they can also be found at the entrance to the garden. Please stick to these rules and the vegetable planting plan when you work in the Allmende.

Are you keen to start gardening? Just come and visit the Allmende!

If you send us an e-mail (allmende_leech@freelists.org) we can keep you informed about what goes on in the garden and our regular meetings.

 
 
Die Geschichte der Allmende

Was tun mit den vielen wenig oder kaum genutzten Grün- und Brachflächen im städtischen Raum? In Graz geht die Bewegung immer mehr in Richtung einer mehr oder weniger öffentlichen, landwirtschaftlichen Bewirtschaftung. Bereits vorhandene Projekte, wie der Interkultulturelle Gemeinschaftsgarten im Grazer Südwesten oder der Garten in der Niesenbergergasse beginnen sich zunehmend zu vernetzen.

In diesen für Aussenstehende häufig unstrukturiert wirkenden Gärten trifft man oft auf Komponenten, wie sie auch in der Permakultur zu finden sind. Dabei handelt es sich um eine seit den 70er Jahren von den Biologen Bill Mollison und David Holmgren entwickelte Anbaumethode, ganz entgegen dem globalen Trend von zunehmender Mechanisierung und Intensivierung. Die Bezeichnung Permakultur leitet sich ab von „permanent agriculture“ und ist somit Programm. Ziel ist die Schaffung eines sich weitgehend selbst erhaltenden und gleichzeitig für den Menschen nutzbaren Ökosystems. Die Berücksichtigung positiver und negativer Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Pflanzen und Tieren und der gewisse Grad an durchaus erwünschter „Wildnis“ führt so zu einer hohen Biodiversität und einer Widerstandsfähigkeit und Stabilität (Resilienz), wie sie sonst nur in natürlich gewachsenen Ökosystemen anzutreffen ist. Hybrides Saatgut und der Einsatz chemischer Dünge- und Spritzmittel sind nicht nur nicht gewünscht, sondern bei richtiger Umsetzung schlichtweg nicht notwendig.

Dass oben beschriebene Gemeinschaftsgärten häufig Elemente einer Permakultur aufweisen liegt nun weniger daran, dass alle Stadtgärtner vehemente Verfechter und Schüler dieser Anbaumethode sind. Vielmehr erscheinen viele Vorgehensweisen unbedingt logisch in dem Moment, in dem man sich mit der Materie des Gartenbaus auf kleinem Raum auseinandersetzt – wie Beispielsweise die Nutzung aller drei Raumdimensionen durch Rankpflanzen oder Hügelbeete, beides Möglichkeiten, die Anbaufläche deutlich zu vergrößern.

Ähnlich verhält es sich mit Menschen, die noch in vorwiegender Selbstversorgung aufgewachsen sind und sich nach jahrelanger gärtnerischer Pause auf Weisheiten aus Ihrer Kindheit rückbesinnen können. Dabei handelt es sich bei uns meist um Menschen, die die Nachkriegsjahre noch in deutlicher Erinnerung haben, häufig aber auch um Zuwanderer.

Hier wird deutlich, wie viel „Allgemein“wissen bei uns droht verloren zu gehen oder bereits verloren gegangen ist.

Die Kirche hat als großer Grundeigentümer im städtischen wie auch im ländlichen Bereich viel Handlungs- und Vorzeigepotential, das sicherlich erst zu einem Bruchteil genutzt wird. Einen weiteren kleinen, aber repräsentativen Schritt soll die teilweise gartenbauliche Nutzung zweier Grundstücke rund um die Leechkirche sein. Repräsentativ einerseits, da weniger der Ertrag, sondern mehr das Aufzeigen von Möglichkeiten, „von dem, was möglich ist“ im Vordergrund stehen soll, aber auch, um zu zeigen, dass die Kirche neuen Nutzungskonzepten und ungewohnten Entwicklungen durchaus offen gegenübersteht. Ob bereits im nächsten Jahr „grüne Zebras“, „Pfarrhaustomaten“ und andere exotische Sorten geerntet werden können, hängt im Wesentlichen auch von der Beteiligung Freiwilliger ab. Jede(r) ist herzlich eingeladen, mit Arbeitskraft, Know-How oder anderweitig einen Beitrag zu leisten.

What should we do with the sparsely used abandoned urban green spaces? In Graz the trend goes more and more towards a more or less public, agricultural use. Projects that have already sprung up, like the intercultural community garden in the Southwest of Graz and the garden in the Niesenbergergasse have started working together and formed a network.

These garden often appear to be without any structure or plan to outsiders and have components that are also found in permaculture. This cultivation method was developed in the seventies by biologists Bill Mollison and David Holmgren and goes against the global trend of increasingly mechanised and intensified cultivation.

The term permaculture derives from „permanent agriculture” and that is what it’s about. The goal is to create a ecological system that is mostly self-sustaining and can be used by humans at the same time. By taking into account the positive and negative interactions between different plants and animals and allowing certain degree of wildness, a resilient ecosystem with high biodiversity is created similar to those that have developed naturally in the wild. Hybrid seeds and the use of chemical fertiliser and weed killers are unwanted and simply unnecessary when the ecosystem functions as it should.

The fact that many of these community gardens have elements of permaculture doesn’t mean all urban gardeners are champions and students of this agricultural method. Rather the choice seems self evident when exploring the possibility of gardening in a small space. Using all three spatial dimensions with climbing plants and raised beds increases the usable space.

A similar thing happens with people who grew up in a time when people were self-sufficient. Even after taking a long break from gardening, they still remember the country lore from their childhood. Most of them are people who can still clearly remember the years immediately following the second world war, but immigrants are also among them. Here it becomes clear how much “common knowledge” we are losing or have already lost.

The church owns big tracts of land in towns and the countryside and as such has the power to act and set an example. This potential is used only very little. A further small, but representative step, is the partial use of two plots around the Leechkirche for agricultural purposes. It is representative for two reasons. First because the focus is on showing “what is possible” and not on achieving a certain yield. Secondly to show the church is open to unusual developments and new concepts for using space. The possibility to harvest “green zebras”or “vicarage tomatoes”  depends, among other things, on volunteers. Everyone is cordially invited to contribute their time, know-how or other skills.





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